Einbruchswelle: So schützen Sie sich vor Wohnungseinbrüchen

Winterzeit ist Einbruchszeit! In der dunklen Jahreszeit wird der schiere Albtraum vieler Bundesbürger immer öfter wahr: Einbrecher in den eigenen vier Wänden! Galt der Wohnungseinbruch früher noch als Delikt, das besonders Mieter und Eigentümer in der Großstadt fürchten mussten, steigt die Zahl der Einbrüche seit einigen Jahren auch auf dem Land. Ob Einbruch in der Wohnung oder im freistehenden Haus – können sich Mieter und Eigentümer noch sicher fühlen? Auf dem Höhepunkt der Einbruchswelle zwischen 2014 und 2015 zählte die Polizei deutschlandweit rund 170.000 Fälle. Inzwischen hat die Zahl der Wohnungseinbrüche wieder etwas abgenommen. Die Einbruchsstatistik erfasste im Jahr 2018 97.504 Einbrüche. Das sind dennoch deutschlandweit 267 Einbrüche jeden Tag!

So können Sie sich vor Einbrüchen schützen:

  • Risikoeinschätzung der Lage Ihrer Wohnung / Ihres Hauses
  • Einschätzung Ihrer Immobilie: Wo liegen die Schwachstellen Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses?
  • Einbruchsschutz verbessern: Sicherheitsfenster / Aushebelsicherungen / Riegel an der Tür
  • Gute Nachbarschaft als Profilaxe gegen Einbruch
  • Keine falschen Anreize setzen

Während die Polizei bei anderen Kriminaldelikten, beispielsweise Mord, hohe Aufklärungsstatistiken vorweisen kann, können die Wohnungseinbrüche häufig nicht aufgeklärt werden.

Angstzustände und Depressionen: Die psychische Folgen für die Opfer sind enorm

ARAG Recht & HeimDer bei einem Einbruchdiebstahl entstandene Schaden selbst, also der Wert der entwendeten oder zerstörten Gegenstände, kann leicht über eine entsprechende Hausratversicherung abgesichert werden.
Problematischer für Geschädigte sind die psychischen Folgen: Opfer klagen über eine gestörte Intimsphäre im Wissen, dass sich Fremde durch ihre persönlichen Gegenstände „wühlten“. Viele Betroffene fühlen sich in ihren eigenen vier Wänden nicht mehr sicher. Sie fürchten sich fortan vor weiteren Einbrüchen und haben gar Angst um ihr Leben – schließlich könnte man durch die Diebesbande auch im Schlaf überrascht werden. Vielfach leiden Betroffene noch Monate nach dem Vorfall unter Angst- und Schlafstörungen und schrecken Nachts schon bei den kleinsten Geräuschen in der Immobilie aus der Ruhe. Selbst ein Umzug in eine andere, besser geschützte, Wohnung bringt nur unvollendete Linderung des Übels, denn das ungute Gefühl könnte anhalten.

Risikobereiche definieren: Liegt Ihre Immobilie im Risikogebiet?

Verkehrsanbindung erhöht das Risiko von Einbrüchen. Wohngebiete in unmittelbarer Distanz zur Autobahnauffahrt oder zu Bahnhöfen sind besonders gefährdet. Exponentiell steigt das Einbruchsrisiko in grenznahen Regionen. Organisiert agierende Banden, oft mit osteuropäischem Hintergrund, schaffen
das Diebesgut gerne auf dem schnellsten Weg außer Landes. Hören Sie sich Tipps für die Wohnungssuchebei der örtlichen Polzeidienststelle um und sprechen Sie mit Ihren Nachbarn: Wie gestaltet sich die Einbruchshäufigkeit in Ihrer Wohnsiedlung? Sind Ihre Nachbarn bereits Einbruchsopfer geworden, eventuell in jüngster Vergangenheit?

Einbruchsschutz verbessern: Rüsten Sie Ihre Immobilie gegen Einbruch auf

Die überwiegende Anzahl der Einbrüche erfolgt während die Bewohner nicht Zuhause sind. Der Einbruch dauert nur wenige Minuten. Insbesondere das „Einsteigens in die Immobilie“ ist für den Kriminellen besonders heikel, denn hier könnte er von neugierigen Anwohnern erspäht werden. Aus diesem Grund lassen viele Einbrecher vom Objekt ab, wenn sie nicht in wenigen Augenblicken in die Immobilie eindringen können.
Der Schutz von Türen und Fenstern mit speziellem Gerät ist daher absolut sinnvoll. Dazu unten weitere Informationen. Weniger sinnvoll sieht die Polizei Kamera-Attrappen oder falsche Bolzen an den Fenstern, die den Einbruchsschutz nur vorgaukeln.

Joker gegen Einbruch: Gute Nachbarschaft

Einbrecher meiden bewohnte Wohnungen und Häuser. Sprechen Sie mit Ihrem Nachbarn, wenn Sie im Urlaub ist. Vielleicht hilft er Ihnen, indem er sein Fahrzeug in Ihrer Einfahrt parkt. So wird eine bewohnte Immobilie suggeriert, das Einbruchsrisiko in Ihrer Wohnung/ Ihrem Haus sinkt.

Falsche Kommunikation mit dem Täter

ARAG Recht & HeimAchten Sie auf die Außenwirkung Ihrer Immobilie: Mit geschlossenen Rollläden während Ihres Urlaubs kommunizieren Sie potenziellen Einbrechern Ihrer Wohnung aktiv: Achtung, hier ist niemand zuhause! Achten Sie deshalb darauf, dass Ihre Wohnung so bewohnt wie möglich wirkt, um das Einbruchsrisiko zu senken.

Sichern Sie Ihre Immobilie gegen Einbruch: Einbruchschutz von Fenstern und Türen

Der Fachmann kann Ihnen helfen, Ihre Wohnung einbruchssicher aufzurüsten. Fenster werden dabei mit einbruchshemmenden Beschlägen ausgerüstet und mit stabilen Profilen versehen. Außerdem sollten die Fenstergriffe abschließbar sein, damit diese nicht ohne Weiteres bewegt werden können. Für Türen existieren einbruchshemmende Schlossysteme und Aushebelsicherungen. Verglaste Fenster sollten mit Sicherheitsglas nachgerüstet werden. Der sogenannte Querriegel bietet an der Wohnungstür zusätzlichen Schutz. Eine Türkette schützt den Bewohner der Wohnung davor, dass Einbrecher die Tür ohne dessen willen aufdrücken und den Bewohner ins Innere der Wohnung drängen.

Schaffen Sie keine falschen Anreize!

Rund 30 Prozent der Einbrüche werden laut eines Berichts des Magazins „Der Spiegel“ durch Drogenabhängige begangen, die im Rahmen der Beschaffungskriminalität nach Wertgegenständen suchen.
Schaffen Sie deshalb keine Anreize: Achten Sie außerdem darauf, dass technische Gegenstände, wie moderne Fernsehgeräte, Computerbildschirme, usw. nicht von der Straße einsehbar sind. Besitzen Sie einen Luxus-PKW? Wenn Sie ihr Fahrzeug nicht aufgrund des Einbruchsschutzes verkaufen wollen, stellen Sie es diesen zumindest in die Garage und parken Sie es nicht vor dem Grundstück. Parken Sie lieber mit günstigen, weniger auffälligen Fahrzeugen in Ihrer Einfahrt um die Aufmerksamkeit von Einbrechern nicht auf Ihre Immobilie zu ziehen.

Bildquelle: Fotolia.com | Urheber: Picture-Facotry

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