Wohnungssuche für Studenten: StudentenWG, Studentenwohnheim oder die eigene Wohnung finden!

Studenten und StudentenWGs haben Probleme bei der Wohnungssuche

Studenten haben bei der Wohnungssuche Probleme. In Studentenhochburgen und Großstädten sind Wohnungen knapp, insbesondere zum Semesterbeginn. Zudem haben Studierende oft nur ein geringes Budget zur Verfügung. So fällt die Wahl schnell auf das Studentenwohnheim oder eine StudentenWG. Wer alleine wohnen möchte, befindet sich im knallharten Wettbewerb um die wenigen bezahlbaren 1-Zimmer-Apartments.

Eigene Wohnung: So steigern Sie Ihre Chancen bei Privatvermietern

Wer sich bei einem Privatvermieter bewirbt, muss sich über das Image des Studenten im Klaren sein und ab dem ersten Moment gegensteuern.
Dies gilt insbesondere, wenn mehrere Studenten gemeinsam Wohnungssuche sind und eine StundentenWG gründen möchten. Selbst wenn die Eltern bürgen, zweifeln private Vermieter oft an der Reife der jungen Studenten. Sie scheuen sich, die Nutzung ihres wertvollsten Gutes in die Hände der Studierenden zu legen. Vermieter fürchten Schäden an der Immobilie und die Belästigung der Hausgemeinschaft.

ZEIGEN, NICHT SAGEN! 

Hier hilft es, einen guten Eindruck zu machen. Sympathie gewinnt! Den abgedroschenen Satz: „Ich feiere keine Parties/ wir sind keine Party-WG.“ hat der Vermieter sicher schon oft gehört oder in seiner Jugend selbst zum Besten gegeben.

So verbessern Sie Ihre Chancen für die neue Traumwohnung

Beeindrucken lassen sich Vermieter von jungen Leuten, die eine gewisse Reife zeigen. Sie haben sich ausreichend abgesprochen, wissen was Sie wollen, haben klare Zeithorizonte und können diese im Gespräch mit dem Vermieter artikulieren. Idealerweise wissen Sie über die Komponenten des Mietvertrages bescheid. (z.B. Kaution, Kaltmiete, Nebenkosten, Einzugstermin, Mindestmietdauer) . Ein gepflegtes Auftreten ist Pflicht. Wie Sie ihre Wirkung auf Vermieter verbessern können, erfahren Sie in meinem Ratgeber. 

StudentenWG gründen: So finden Sie die passende Wohnung

Studenten, die eine WG gründen möchten, treten am besten zusammen auf. Alle künftigen Bewohner sollten sich die Zeit nehmen und gemeinsam zum Termin erscheinen. Das steigert die Chancen auf den Zuschlag, denn der Vermieter kann sich einen abgeschlossenen Eindruck bilden.

Achten Sie darauf, sich im Vorfeld ausreichend abzusprechen. Nichts wirkt unreifer, als wenn Sie zwei Mal den Einzugstermin ändern müssen, oder wenn Sie zu Vertragsabschluss die Miete nachverhandeln (müssen), weil das Budget doch nicht reicht.

Halten Sie sich an mit dem Vermieter getroffene Absprachen. Sie wollen sich bis Dienstag, 16:00 Uhr, melden – dann rufen Sie nicht erst um 17:00 Uhr oder gar am Mittwoch an.

Wichtig bei der Wohnungssuche:

– Klare Vorstellungen von der Dauer und Struktur des gewünschten Mietverhältnisses

– Klare Vorstellungen von der gesuchten Immobilie

– getroffene Aussagen und Absprachen einhalten

Bewerbung auf ein Zimmer in einer bestehenden StudentenWG

Wenn Sie sich auf ein Zimmer in einer bestehenden StudentenWG bewerben, sollten Sie in erster Linie schnell sein. Wohngemeinschaften führen gerne eine Art WG-Casting durch. Sorgen Sie dafür, dass Sie unter den ersten 10 Interessenten sind, an den 11. kann sich später niemand mehr erinnern. Hier wird fast ausschließlich nach Sympathie entschieden. Bonität spielt eine untergeordnete Rolle. Versuchen Sie im Vorfeld den „Style“ der WG zu ergründen. Wie ticken die Bewohner? Haben Sie den Mut, auch selbst NEIN zu sagen, wenn es nicht passt. Wie bei der Wohnungssuche ist auch die WG-Bewerbung ein gegenseitiger Auswahlprozess.

Connections gern gesehen! 

Suchen Sie im Kommilitonen-, Freundes- und Bekanntenkreis nach freien Zimmern. Sie senken die sogenannte „Moral Hazard“-Komponente, wenn Sie über eine bereits bestehende Verbindung empfohlen werden. Was ist valider, als die Empfehlung eines Freundes? Die Bewohner wissen sofort, worauf sie sich einlassen. Dies gilt auch für Privatvermieter. Die Tochter/ den Sohn eines Bekannten, bestehenden Mieters akzeptieren Vermieter oft lieber, als einen völlig fremden Bewerber.

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