Hohe Nebenkosten: Die Falle bei der Wohnungssuche und wie Sie Nebenkosten senken können

Hohe Nebenkosten in der Mietwohnung und wie Sie Nebenkosten senken

Bei der Recherche im Immobilienportal konzentrieren sich Mieter bei der Wohnungssuche häufig auf die Gesamtmiete. Sie haben dabei einen völlig anderen Blick als Makler oder Vermieter. Profis bewerten Wohnungen anhand der ausgewiesenen Kaltmiete pro Quadratmeter.
Natürlich ist die Perspektive des Mieters verständlich. Mieter möchten wissen, wieviel sie am Monatsende bezahlen müssen, wieviel ihre neue Wohnung also unterm Strich kosten soll.

Hier ist Vorsicht geboten: Ein großer Anteil der sogenannten „Warmmiete“ entfällt auf die Betriebskosten, die Energiekosten, bspw. für Heizung und Warmwasser, werden verbrauchsabhängig kalkuliert. Hier liefert die Wohnungsanzeige lediglich eine erste Indikation, im Regelfall sollte diese auf den Vergleichswerten der Vormieter basieren. Die Vermieterseite neigt hier jedoch zu Tricksereien. Um die Gesamtmiete günstiger wirken zu lassen, weisen Vermieter manchmal geringere Nebenkosten aus. Den Mieter erwartet bei der ersten Abrechnungsperiode dann eine kräftige Nachzahlung. Ein rechtliches Vorgehen gegen diese Taktik kann sich übrigens als schwierig erweisen, dem Vermieter muss eine Pflichtverletzung nachgewiesen werden.

Sind Mieter erst einmal in die Falle getappt oder fühlen sie sich durch die die hohen Nebenkosten aus anderen Gründen gestört, ist das zunächst kein Grund zu verzweifeln!
Denn auch während des Wohnens existieren viele Möglichkeiten, wie Sie ihre Nebenkosten senken können. Ich habe diese Infografik von Smava gefunden und war ehrlicherweise erstaunt, wie viel Einsparungspotenzial sogar in meinem Haushalt möglich wäre – ohne zusätzliche Investitionen. Das erfordert natürlich eine Menge Disziplin.

Hohe Nebenkosten? Energie einsparen
Grafik zur Energieeinsparung Quelle: smava GmbH

Die kostenpflichtigen Maßnahmen zur Energieeinsparung sind jedoch nicht alle vom Mieter umzusetzen. Natürlich können Mieter auf den Kauf von energiesparenden Geräten und Energiesparlampen achten. Bei der Installation von Sparamaturen empfiehlt sich aber schon die Rücksprache mit dem Vermieter. Und auf die Installation einer Dämmung oder die Anschaffung einer Regenwassertherme haben Mieter einfach keinen Einfluss.

Ultimative Sparmöglichkeit: Kauf oder Bau des Eigenheims prüfen!

Wer ohnehin schon Kosten- und Einsparungspotenzial gegeneinander abwägt, sollte sich in der (derzeit noch) andauernden Zeit der niedrigen Zinsen einmal Gedanken über den Erwerb von Eigentum machen. Manchmal kann es für Mieter günstiger sein, ein eigenes Haus zu kaufen oder zu bauen. Hier lassen sich die Mietkosten einsparen. Diese können Sie dann für die Rückzahlung des Bankkredits verplanen.

Hier können Sie mit dem Kreditvergleich von Smava Ihren Finanzierungsrahmen abstecken.

Neu errichtete Gebäude entsprechen im Regelfall auch sämtlichen Energiesparstandards, von der Dämmung, über Photovoltaik bis zur Regenwassernutzungsanlage. Es existieren heute viele kostengünstige Varianten des Neubaus, gerade wenn Sie Bausatzhäuser in Erwägung ziehen. Darüber werde ich aber einen eigenen Beitrag verfassen!