Finca oder Wohnung auf Mallorca kaufen: Immobilienmarkt, Kosten, Risiken und Wissenswertes zum Immobilienkauf in Spanien

Mallorca: Immobilie kaufen - Immoilienmarkt, Chancen, Risiken und Wissenswertes

Ob günstige Wohnung am Meer oder teures Luxusanwesen – Mallorca bietet für jeden Geldbeutel und Anspruch die passende Immobilie. Schon ab 55.000 Euro sind kleine Wohnungen zu haben. In der Luxusklasse  existieren preislich praktisch keine Limits. Ob Privatverkauf oder vom Makler spielt beim Immobilienerwerb eine untergeordnete Rolle, denn die Provision bezahlt der Verkäufer. Dennoch sollten Sie bei der Auswahl der Immobilie auf die Kleinigkeiten achten.  

Viele Deutsche träumen von der eigenen Ferienimmobilie im Ausland, einen großen Teil von Ihnen zieht es nach Mallorca. Im „17. Deutschen Bundesland“ scheint die Heimat nicht zu weit entfernt. Der Deutsche genießt auf der Baleareninsel Sonne, Meer und eine atemberaubende Urlaubskulisse mit malerischen Stränden und unberührten Landstrichen. Dabei benötigt er keine zusätzlichen Sprachkenntnisse und muss er auf seine Muttersprache nicht verzichten: Auf Beschilderungen ist neben den spanischen Begrifflichkeiten fast immer das deutsche Synonym angegeben. Verkäufer, Kellner, Ärzte sprechen deutsch oder sind sogar eingewanderte Deutsche. Schnell regt sich die Sehnsucht, die Insel nie mehr zu verlassen.

Mallorca: Immobilienmarkt im Aufwind

Die rege Nachfrage nach Wohnimmobilien reflektiert auch der Immobilienmarkt der Insel. Im vergangenen Jahr wurden 12.000 Wohneinheiten veräußert, ein Zuwachs von 15 Prozent, die meisten an (deutsche) Ausländer. Das Maklerhaus Engel & Völkers, das 17 Standorte auf der Insel betreibt, prognostiziert steigende Immobilienpreise. Eine gute Gelegenheit um jetzt noch einzusteigen. Das Angebot habe sich verknappt, mit kürzeren Vermarktungszeiten verschiebe sich der Markt auf Baleareninsel allmählich zu Gunsten der Verkäufer, allerdings existieren lokale Unterschiede. Während die Preise an der Küste steigen, gilt die „Region Westen“ oder auch das Landesinnere als stagnierend. Eine Studie ermittelte den stärksten Preisanstieg in der Region um Palma. Rund 6.600 Euro pro Quadratmeter müssen Käufer hier für hochwertigen Wohnraum bezahlen.

Tipps und Tricks für die Wohnungssuche

Eigene Immobilie auf Mallorca: Diese Kosten kommen auf Sie zu

Aber es gibt auch günstigere Möglichkeiten:  Kleine Studiowohnungen in Strandnähe mit Kochnische und Badezimmer sind bereits ab 55.000 Euro (28 qm) zu haben. Eine idyllische Finca auf dem Land mit eigenem Pool ist ab 350.000 Euro erhältlich. Provisionsfrei – die Kosten für den Makler trägt der Eigentümer. Die Grunderwerbsteuer beträgt zwischen 8% und 11 %. Für Notar, Grundbuchamt und Rechtsanwalt sollten Käufer 3% bis 4% der Kaufpreissumme kalkulieren. Beim Erwerb von Neubauten kann Mehrwertsteuer fällig werden.

Immobilienerwerb: Spanisches Recht birgt Fallen

Nach spanischen Recht ist ein Immobilienverkauf bereits nach mündlicher Vereinbarung oder durch einen formlosen Vertrag (bspw. ein handgeschriebenes Papier) bindend. Im für den Käufer ungünstigen Fall kann der Verkäufer deshalb seine Immobilie mehrfach veräußern. Käufer sollten deshalb schnell auf einen richtigen Notarvertrag drängen und die Gültigkeit der Objektdokumente, sowie den Kaufvertrag selbst von einem lokalen Anwalt prüfen lassen.

Ferienvermietung: Lizenz unbedingt erforderlich

Mancher Käufer plant die Vermietung seiner neu erworbenen Immobilie an Feriengäste. Für die sogenannte touristische Vermietung ist eine Lizenz erforderlich. Häufig sind existierende Lizenzen bereits im Exposé des Immobilienanbieters ausgewiesen. Eigentümer müssen bei Verstößen mit Strafen bis zu 40.000 Euro rechnen.

Richard Nitzsche ist Immobilienmakler in Frankfurt und MünchenDer Autor: Richard Nitzsche ist Immobilienmakler in Frankfurt und München, Autor des Blogs http://www.mietercoach.de und Verfasser  des Ratgebers für Mieter auf Wohnungssuche „Der Mietercoach: Ihre neue Wohnung SUCHEN – FINDEN -BEKOMMEN“ . Er publiziert außerdem eine wöchentliche Immobilienmarktkolumne für den Frankfurter Stadtkurier. Schreiben Sie Ihm auf Twitter oder Facebook