Altersvorsorge für Mieter: So bauen Sie mit wenig Geld Vermögen auf

Vermögensaufbau für Mieter

Für Mieter ist der private Vermögensaufbau die Herausforderung: Mieter haben häufig wenig Geld zur Verfügung. Dennoch existieren zahlreiche Möglichkeiten, um Vermögen aufzubauen und schließlich doch eine eigene Immobilie kaufen zu können. Schon 10 € oder 20 € im Monat sind besser als gar nicht gespart bzw. investiert. Starten Sie deshalb noch heute! In diesem Beitrag finden Sie Tipps, wie Sie vorgehen können…

[Artikel enthält Werbung] Gerade wenn Sie zur Miete wohnen und (noch) keine eigene Immobilie besitzen, ist es besonders sinnvoll, fürs Alter vorzusorgen. Auch für Mieter bieten sich eine Vielzahl von Chancen und Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge. Mieter haben häufig das Problem, dass die Miete einen Großteil ihrer monatlichen Einnahmen aufzehrt. So verfügen sie über wenig Startkapital und ein geringes Budget, mit dem sie ihren privaten Vermögensaufbau beginnen können. Durch die hohe Mietbelastung können sie oft nur wenig Geld monatlich „zur Seite legen“. Mit diesen beiden Schritten können Mieter ihren Plan für die private Altersvorsorge beginnen:

  • Kapitalbasis aufbauen: Mit Sparplänen beginnen
  • Immobilieninvestment erst im zweiten Schritt ins Auge fassen


Warum nicht direkt in eine Immobilie investieren?

Die Immobilie ist bekannt, als die zuverlässigste Möglichkeit, privat Vermögen aufzubauen. Doch vielfach fehlt einfach Startkapital, um eine Eigentumswohnung direkt kaufen zu können. Im Regelfall ist ein Eigenanteil mindestens im zweistelligen Prozentbereich des Kaufpreises nötig. Haben Sie einen gut bezahlten, sicheren Job, gelingt es einem guten Kreditvermittler, zum Beispiel Dr. Klein, auch eine hundertprozentige Finanzierung darzustellen.

Für Selbständige ist die private Altersvorsorge besonders schwer. Sie haben große Probleme, von Banken Finanzierungen zu erhalten – diese sind jedoch unerlässlich, um direkt in Immobilien zu investieren und um eine Eigentumswohnung zur Vermietung anzukaufen.
Dieser Beitrag ist im Übrigen auch das Ergebnis eines ausführlichen Gespräches mit einem Selbständigen, der sich vor einiger Zeit zum Anliegen „private Vermögensvorsorge“ an mich gewandt hatte. 

Richard Nitzsche: Makler und Autor von Mietercoach.de
Der Autor: Richard Nitzsche (M.Sc.) ist Immobilienmakler und Autor des Immobilienblogs mietercoach.de.

Privater Vermögensaufbau: Kapitalbasis durch Sparpläne ansammeln
Zunächst sollten Mieter eine Kapitalbasis aufbauen, die sie später weiter investieren können. Verfügen Sie über keinen Grundstock an Eigenkapital, den sie investieren können, sind Sparpläne das Mittel der Wahl. Hierbei entschließen Sie sich, monatlich Kapital anzusparen. Die meisten Sparpläne lassen sich auch zeitweise unterbrechen bzw. aussetzen. Im Regelfall können Sie mit wenigen Euro monatlicher Zahlung beginnen – beispielsweise mit 10€ oder 20€, sodass Sie auch als Mieter mit knappem Budget einsteigen können. Besonders interessant: Eventuelle Nebenkostenrückzahlungen und Erstattungen können Mieter außerplanmäßig in den Sparplan einschießen. 

Bausparvertrag: Interessant ist das zinsgünstige Darlehen
Als ich meine Ausbildung bei der Sparkasse absolviert habe, haben wir unseren Kunden standardmäßig den Abschluss eines Bausparvertrages empfohlen. Hier können Sie monatlich einzahlen und erhalten am Ende der Vertragslaufzeit zusätzlich zu ihrem verzinsten Guthaben einen Kredit für die immobiliennahe Verwendung, den Sie wiederum abbezahlen können. Je nach Höhe der angesparten Summe, kann dieser Kredit die Grundlage für ein Investment in eine Eigentumswohnung darstellen. Einer der bekanntesten Anbieter für für Bausparverträge ist die Bausparkasse Schwäbisch Hall.  Für Mieter kann diese Variante besonders interessant sein, wenn Sie beim Umzug in eine neue Wohnung die Kaution in Bar stellen müssen und ihren Bausparvertrag dafür ausschöpfen können. Vielfach werden auch neue Küchen aus den Bausparverträgen finanziert – jedoch beginnen Sie dann mit dem Vermögensaufbau von vorn.

Werpapiersparpläne und ETF-Funds: Höheres Risiko, besserer Return
Im Zeitalter von Nullzinsen rentieren sich Bausparverträge tatsächlich nur noch begrenzt zum Ansparen und sind aufgrund der Darlehenskomponente besonders interessant. Wer nicht zwangsläufig das zinsgünstige Darlehen des Bausparvertrages will, hat weitere Möglichkeiten um Vermögen aufzubauen. Vielfach empfehlen Experten die Vermögensanlage in einen Wertpapiersparplan, der in Aktien investiert. Aktuell sind sogenannte ETF-Sparpläne besonders in Mode gekommen. Sogenannte Exchange Traded Funds – börsengehandelte Indexfonds – bilden Aktienindizes ab und verfügen aus diesem Grund über eine besonders breite Streuung. Hier investieren Sie in die Annahme, dass die Aktienkurse langfristig steigen werden. Weil Sie monatlich einen neuen, kleinen Anteil dazu kaufen, profitieren Sie besonders in Schwächephasen, weil sie die Anteile hier besonders günstig erwerben können. In diesem Jahr hätte der Ansatz gut funktioniert: Sie hätten nach dem Börsencrash im März und April 2020 sehr preiswert eingekauft und wären mit diesen Anteilen inzwischen weit in die Gewinnzone vorgerückt. Allerdings ist die Vergangenheit kein Garant für die Zukunft, das Risiko der Investition liegt bei Ihnen. Kapitalmarktexperten loben an dem Produkt, dass das Verhältnis Ertrag zu Risiko für den Investor ausgeglichen ist und dass kaum Gebühren fällig werden. Hier finden Sie weitere Informationen von der comdirect Bank zum Thema ETF und Wertpapiersparplan.

Rendite Turbo mit hohem Risiko:
Immobilien-Crowdfunding / Immobilien-Crowdinvesting

Sparpläne basierend auf Immobilienprojekten können Sie mit dem sogenannten Immobilien-Crowdinvesting abschließen. Der Crowdinvesting-Anbieter bündelt die Investitionen und investiert dann selbst in konkrete Immobilienprojekte. Crowdinvesting-Anbieter versprechen überdurchschnittliche Renditen, jedoch bergen die Investitionen auch hohes Risiko – unter anderem wegen der komplexen Strukturen, die im Hintergrund der Immobilieninvestition ablaufen. Nehmen Sie Risiko in Kauf und suchen Sie die überdurchschnittliche Rendite, glauben Sie an die Zukunft des Immobilienmarkts, dann liegen Sie mit einem Sparplan bspw. bei BERGFÜRST, richtig. Der Anbieter ermöglicht seinen Kunden Anlagen ab 10 €. Bei der ersten, kostenlosen Registrierung, erhalten potenzielle Investoren außerdem ein  10€ Probeinvestment zum Testen. Für Mieter ist Immobilien-Crowdfunding unter anderem besonders interessant, weil Sie mit vergleichsweise wenig Kapitaleinsatz an den Immobilienmarkt herangeführt werden. Bereits im kostenlosen Mitgliederbereich finden Sie zahlreiche Informationen, mit denen Sie eine Idee von Immobilienprojekten und deren Abwicklung bekommen. Einen ausführlichen Beitrag zum Thema Crowdfunding mit Immobilien habe ich vor kurzem verfasst. Hier gehe ich auch noch einmal auf die nicht unerheblichen Risiken der Investmentoption ein. 

Vermögensaufbau ZUR EIGENEN IMMOBILIE
– wie geht es weiter?

Haben Sie nach einigen Jahren Kapital angesammelt, können Sie in Einzelimmobilien investieren. Abhängig vom Kaufpreis der Immobilie sind bei Angestellten 20 bis 30 Prozent der Kaufsumme normalerweise ausreichend, um das fehlende Kapital von der Bank zu erhalten. Selbständige sollten grundsätzlich noch etwas mehr Startkapital angespart haben. Ein unabhängiger Kreditvermittler,  bspw. Dr. Klein, vergleicht für Sie die Angebote der Banken und unterstützt Sie bei der Auswahl der richtigen Finanzierung. Grundlagen für den Kauf einer Immobilie als Kapitalanlage bieten zahlreiche Ratgeber, hier meine Hitliste der besten 10 Bücher, die Immobilieninvestoren gelesen haben sollten. 

Immobilien-Crowdfunding: Die Alternative zum Vermögensaufbau mit Aktien oder mit der vermieteten Eigentumswohnung? (Themen aus dem Immobilienmarkt der KW 36-2020)

Der Beitrag verfolgt einen ausschließlich werblichen Charakter und ist zu keiner Zeit als Anlageempfehlung oder Anlageberatung zu verstehen. Sprechen Sie mit Ihrem Anlageberater über ihre spezielle Situation. Trotz sorgfältiger Recherche übernehmen wir keine Garantie für die Richtigkeit der Angaben.