Immobilienblase? Das sind die größten Risiken für den deutschen Immobilienmarkt

Börse Frankfurt Deutsche Wohnen

Wie hoch ist das Risiko für die Immobilienpreise? Sollte man aktuell eine neue Immobilie kaufen, oder sind die Risiken für Immobilien derzeit größer, als die Chancen? Wie weit hat sich die Immobilienblase schon aufgebläht?

Die rasante Verteuerung der Immobilien bringt Eigentümer und Interessenten zum Nachdenken: Viele Deutsche fürchten sich vor dem Platzen einer Immobilienblase. Gleichzeitig prognostizieren Experten, die Preise könnten auch nach der Corona Pandemie weiter steigen. Der Blick in die Glaskugel ist schwer, das beweist die Rückschau auf die letzten eineinhalb Jahre. Zu Beginn der Pandemie hatten Wissenschaftler sinkende Preise vorhergesagt, das Gegenteil ist eingetreten. Ich hatte beide Szenarien – sinkende und steigende Immobilienpreise – für möglich gehalten. Ein Beitrag, den ich direkt zu Beginn der Pandemie dazu veröffentlichte, wurde tausendfach geklickt. An diesem  – kurz vor der Bundestagswahl – durchaus besonderen Zeitpunkt, lohnt es sich wieder einmal, verschiedene Szenarien zu analysieren und die Risiken des Immobilienmarktes ins Verhältnis zu den Chancen zu setzen, die der Kauf einer Immobilie oder das Halten der Immobilie für ihren Eigentümer mitbringt. In dieser Serie diskutiere ich deshalb die Chancen und Risiken für den Immobilienmarkt aus meiner persönlichen Wahrnehmung als Makler, Investor und Volkswirt, ohne einen Anspruch auf Vollständigkeit oder eine Garantie, auf das Eintreten einzelner Szenarien zu übernehmen.

<<< zum ersten Beitrag der Serie Chancen und Risiken für die Immobilienpreise <<<

Risiken für die Immobilienpreise
Obgleich das Marktgeschehen der letzten Dekade durch kontinuierlich steigende Immobilienpreise geprägt war, ist der Immobilienmarkt dennoch keine Einbahnstraße. Preise können fallen, wenn das Angebot der verfügbaren Immobilien am Markt die Nachfrage übersteigt. Dieses Szenario kann mitunter recht rasant eintreten. Werfen Sie einen Blick auf den Markt für Büroimmobilien. Büroimmobilien waren vor der Krise die gefeierten Sterne am Immobilienhimmel. Mit dem Corona-Schock, der für den Büroimmobilienmarkt das Arbeiten im Homeoffice darstellte,  brach die Nachfrage ein, Preisrückgänge bis hin zum Preisverfall sind möglich. In diesem Beitrag prophezeit die Wirtschaftswoche einen „Preiscrash“ für Büro- und Einzelhandel.

Risikofaktoren im Überblick
Aus meiner Sicht sind aktuell folgende Risikofaktoren für den deutschen Immobilienmarkt zu diskutieren

  • Politisches Risiko
  • Lahmende Wirtschaftsleistung
  • Steigende Arbeitslosigkeit
  • Stagnation im Mietmarkt bei der Mietersuche für Wohnungen
  • Die Kombination und Verzahnung der oben beschriebenen Punkte

In den folgenden Beiträgen werde ich die oben aufgeführten Punkte im Detail diskutieren. Klicken Sie auf den jeweiligen Link, um zum entsprechenden Artikel zu gelangen. Sind einzelne Punkte nicht unterlegt, ist der Beitrag dazu noch nicht erschienen.

Das Prognostizieren von Immobilienpreisen ist hoch komplex! 
Für Volkswirte ist die Vorhersage von Immobilienpreisen hoch komplex. Dies liegt darin begründet, dass der Immobilienmarkt, der einen der wichtigsten Teilmärkte der Volkswirtschaft darstellt, mit einer Vielzahl anderer Märkte (bspw. dem Finanzmarkt) verzahnt ist. In dieser Serie gebe ich unter anderem auch einen Überblick zu den Wechselwirkungen der einzelnen Risikofaktoren. Für Interessierte, die ihr Wissen über das Lesen eines Internetblogs hinaus erweitern möchten, kann ich an dieser Stelle das Werk von Prof. Michael Voigtländer, Immobilien-Wirtschaftslehre Ökonomie* empfehlen. Für ein Buch eine durchaus hochpreise Anschaffung, die für mich jedoch zu jeder Zeit ihr Geld wert war.

Der Autor: Richard Nitzsche ist Immobilienmakler in Frankfurt. Er hat Finance & Economics in Frankfurt und Colorado Springs studiert, schreibt seit 2014 den bekannten Immobilienblog mietercoach.de und ist als Experte für den Immobilienmarkt regelmäßig in überregionalen Medien präsent.

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Angst vor der Immobilienblase: Platzt schon bald die Preisblase auf dem Immobilienmarkt?