Ungewollter Hausverkauf: Wie kann ich den Verkauf meines Eigenheims abwenden?

ungewollter Hausverkauf

Sie müssen Ihre Immobilie, Ihr Haus oder Ihre Wohnung verkaufen, obwohl Sie das eigentlich nicht wollen? Aber Sie sehen keine andere Möglichkeit um sich aus einer für Sie finanziell oder persönlich prekären Situation zu befreien? Sie fragen sich: Was kann ich tun, um den Verkauf meines Eigenheims abzuwenden? 

Folgend gebe ich Ihnen einige Lösungsvorschläge an die Hand, mit denen Sie die üblichen Gründe des Verkaufes Ihrer Immobilie abmildern, verschieben oder sogar aus dem Weg räumen können.
Beachten Sie jedoch: Diese Liste zum ungewollten Hausverkauf muss nicht vollständig sein, eventuell habe ich Ihren speziellen Fall nicht erwähnt. Trauen Sie sich, selbst nachzudenken und sich selbst zu helfen. Bewahren Sie unbedingt einen kühlen Kopf! Vielleicht liegen Rechnungen, Mahnungen, Bescheide vor Ihnen und Sie glauben, in einer Ecke zu stehen. Atmen Sie deshalb tief durch, versuchen Sie zu entspannen und sich dem Problem objektiv zu nähern.
Mit ruhigem, kreativen Brainstorming finden Sie vielleicht Ihre persönliche Lösung oder wandeln meine Vorschläge in Ihre persönliche Variante um.

  • Immobilienverkauf aus Geldnot

Geldnot zwingt Sie zum Verkauf. Sie überlegen, Ihre Immobilie aus akuter oder akuter oder perspektivischer Geldnot zu verkaufen. Sie wollen mit dem Verkaufserlös Schulden bei Dritten bezahlen? Oder Sie haben Ihre Beschäftigung verloren und der Immobilienkredit kann derzeit nicht abbezahlt werden? Sie haben Ihr Elternhaus geerbt und andere Erben drängen auf eine Auszahlung ihres Erbes. Aber eigentlich möchten Sie die Immobilie nicht verkaufen. 

Prüfen Sie, ob die Eintragung einer weiteren Hypothek Ihr Problem lösen würde. Ihr Bankberater oder Finanzierungsspezialist wird Sie hier beraten. Überlegen Sie sich, ob es sich Ihrer Meinung nach um eine Durststrecke oder eine strukturelle Finanzlücke handelt. Haben Sie in der Familie Personen, die Ihnen über eine eventuelle Durststrecke helfen können? Hier lohnt sich eventuell der Teilverkauf, bei dem das Familienmitglied in den Kaufvertrag, aber auch in die Belastung der Immobilie eintritt. Überlegen Sie, an welchen Stellen Sie Liquidität beschaffen könnten. Natürlich handelt es sich um ein unbeliebtes Thema, aber vielleicht erhalten Sie in Absprache vorgezogenen Zugriff auf einen Erbteil. Wichtig: Sie sollten sich vorher darüber im Klaren sein, ob Ihnen die Finanzspritze lediglich Zeit verschafft, oder ob Sie Ihr Problem tatsächlich lösen durch die zusätzliche Liquidität lösen können. Einschuss zusätzlicher Liquidität macht nur Sinn, wenn Sie das Problem lösen können.

  • Verkauf der Immobilie wegen Alter oder Gesundheit

Sich von einer Immobilie zu trennen, kann sich nach anfänglich gemischten Emotionen auch als Gefühl neu gewonnener Freiheit bringen. Dies sehe ich oft bei Verkäufern, die den langen Prozess der Entscheidungsfindung erfolgreich durchschritten und sich dann doch zum Verkauf, im Regelfall handelt es sich bei den Objekten um Doppelhaushälften, Reihenhäuser oder Einfamilienhäuser, entschieden haben. Sind Sie noch nicht soweit, können Sie nach weiteren Lösungen suchen. Ist der Einbau eines Treppenlifts oder der sonstige Umbau der Immobilie grundsätzlich möglich? Sprechen Sie mit einer Fachfirma, ob Sie die Immobilie altersgerecht bzw. an ihren Bedürfnissen ausgerichtet umbauen können. Überprüfen Sie, ob die Vermietung der Immobilie eine Alternative sein könnte, mit der sich eine neue, barrierefreie Wohnung „quersubventionieren“ lässt. Jedoch müssten Sie dann ausziehen. Fehlen Ihnen finanzielle Mittel zum altersgerechten Umbau ihrer Immobilie, existieren Wege, sich über einen Teilverkauf bei gleichzeitigem Eintragen eines Nießbrauchrechts (idealerweise auf Lebenszeit), die Nutzung weiterhin zu sichern und einen Teil des Immobilienwerts zu vereinnahmen. 

  • Umzug in eine andere Stadt/ in eine andere Immobilie

Hier kommt es auf Ihren Geldbeutel an, wie die Immobilie weiter genutzt werden soll. Es bietet sich Leerstand oder Vermietung an. Auch hier wäre wieder zu prüfen, ob eine Finanzlücke aufgrund der Mehrbelastung Belastung durch die neu zu beziehende Immobilie entstehen würde und ob sich diese ggf. durch die Vermietung Ihrer aktuellen Immobilie schließen lässt. Bedenken Sie hierbei auch, dass in vermieteten Immobilien im Regelfall Instandsetzungsmaßnahmen anfallen, dass Sie zwischen Vermietungen mit Leerstand kalkulieren müssen und dass Sie bei einer Vermietung darüber neue monetäre Risiken eingehen. Dennoch könnte diese Variante eine Möglichkeit sein, Ihr Eigentum an der bestehenden Immobilie zu sichern.