Wohnungssuche: Wie Ihre Stimmung die Entscheidung beeinflusst

Viele weibliche Wesen unter Ihnen sind schon einmal mit schlechter Laune shoppen gegangen. Denken Sie einmal daran zurück. Und nun denken Sie an einen Shopping-Trip, bei dem Sie gutgelaunt waren.

Versuchen Sie sich nun zu erinnern, bei welchem der beiden Touren Sie am Ende mehr Tüten mit nach Hause gebracht haben. Ich unterestelle, dass dies bei dem Gute-Laune-Shoppen der Fall war.

Eventuell lesen Sie diese Zeilen jetzt etwas verwundert und fragen sich, warum dies der Fall ist. Vielleicht fragen Sie sich aber auch, wieso ein Makler über Shoppingausflüge schreibt. Im besten Fall erinnern Sie sich aber einfach nicht, wann Sie zuletzt schlechte Laune hatten – dann beneide ich Sie 😉

Die Erklärung liegt in der Natur der Emotion. Kaufen ist eine sehr emotionale Entscheidung. Ihr Gemütszustand spiegelt sich in Ihrer Sicht der Welt:

Wenn Sie frisch verliebt sind, können Sie dem grauen Novembertag einen gewissen Charme abgewinnen. Sie lauschen dem Sausen des Windes, wie es die Blätter vor sich hertreibt und die Dachziegel zum klirren bringt, während Sie mit Ihrem Schatz im warmen Zuhause liegen und fernsehen.

Der selbe Novembertag macht Sie fix und fertig, wenn Sie mit Erkältung im Zimmer sitzen, Ihr Kopf hämmert vom vielen Husten und der Wind durch das undichte Dachgebälk Ihres Hauses pfeift.

Merken Sie, dass es sich hier tatsächlich um die Selbe Situation handelt, wie Sie diese in zwei verschiedenen Gemütszuständen erleben können.

(Jetzt schreibe ich endlich über Immobilien:)

Wenn Sie die Wohnung in besonders guter Stimmung besichtigen, werden Sie mehr Gewicht auf die positiven Punkte legen und sich später daran erinnern. Wenn Sie aber „schlecht drauf“ sind, werden Ihnen die sprichwörtlichen Dreckecken eher auffallen und Sie erinnern sich daran. Sie werden sich an diesem Tag dann wohl nicht in die Immobilie verlieben.

Gute Makler nutzen diesen Effekt und sorgen für eine positive Grundstimmung im Gespräch. Wann und mit welchen Mitteln ein Makler dies erreicht, werde ich ein anderes Mal thematisieren.

Nun ist der Mensch keine Maschine, sodass Sie sich vor der Besichtigung in einen neutralen Gemütszustand bringen können.

Insofern empfielt es sich, die Immobilie mehr als einmal zu besichtigen. Machen Sie, falls möglich, zwei Termine (bei Immobilien zum Kauf können dies auch mehr sein). Ein seriöser Makler wird Ihnen den Zweittermin von sich aus vorschlagen. Suchen Sie allerdings in begehrten Lagen oder besichtigen Sie bei einem Privatvermieter, müssen Sie sich im Zweifel sofort entscheiden. Nehmen Sie deshalb zur Besichtigung einen neutralen Beobachter mit.

Dies kann ein Bekannter sein, der einen Großteil Ihrer Präferenzen kennt. Oder einen Makler, der hier in beratender Eigenschaft tätig wird.

Schließlich wollen Sie sich in Ihrer Wohnung auch und gerade wohl fühlen, wenn Sie einmal weniger „gut drauf“ sind.

mietercoach gibt Ihnen hier weitere Tipps rund um das Thema Wohnungsbesichtigung