Immobilienpreise: In der Stadt steppt der Bär, auf dem Land stirbt der Hund

Immobilien: Mieten stagnieren Blasenrisiko wächst

Wer in München ein Häuschen bauen will, muss bis zu 2000 € pro Quadratmeter allein für den leeren Baugrund bezahlen. In Thüringen / Sonneberg kostet der Quadratmeter den Häuslebauer dagegen nur 15 € (!!!). Die oberen Gutachterausschüsse haben diese Woche ihren 6. Immobilienmarktbericht für Deutschland vorgelegt. Die Experten ermittelten „große regionale Unterschiede“  bei den Immobilienpreisen, während sich die expansive Preisdynamik weiterhin fortsetzt.
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Preise für Einfamilienhäuser in München rekordverdächtig

Richard Nitzsche: Makler und Autor von Mietercoach.de
Richard Nitzsche (M.Sc.)  ist  Immobilienmakler und Autor des Blogs mietercoach.de,  sowie Verfasser des gleichnamigen Ratgebers für Mieter auf Wohnungssuche.

Bei gebrauchten freistehenden Eigenheimen wurden im Jahr 2018 in München pro Quadratmeter durchschnittlich 9.500 € für den Käufer fällig, in Frankfurt am Main muss der Interessent rund 5.000 € kalkulieren – ebenso in Düsseldorf oder Stuttgart. Im bundesdeutschen Mittel bezahlen Immobilienkäufer 1.750 Euro. Ganz hinten findet sich wieder Thüringen / Kyffhäuserkreis mit 410 Euro je Quadratmeter des gebrauchten freistehenden Einfamilienhauses. 

Preisexplosion: Transaktionen konstant, Transaktionsvolumen verdoppelt

Insgesamt wurden auf dem deutschen Immobilienmarkt zwischen 2018
269 Milliarden Euro umgesetzt. Die Zahl der jährlichen Immobilientransaktionen blieb mit ca. 1 Million Geschäftsvorfällen in den vergangen zehn Jahren konstant,  das Transaktionsvolumen kletterte dabei um mehr als 100 Prozent.

Stimmung auf dem Immobilienmarkt trübt sich ein

Ob sich die Preisdynamik jedoch auch in die Zukunft fortschreiben lässt, ist derzeit fraglich. Die deutsche Konjunktur befindet sich in einem Abschwung. Die Volkswirte der Bundesbank begreifen den deutschen Immobilienmarkt in der Folge der langen Niedrigzinsphase als überhitzt. Während Experten den „größten Crash aller Zeiten“ prophezeien, trübt sich das Investitionsklima für Kapitalanleger immer weiter ein. Der Mietendeckel, der (zunächst nur) in Berlin kommen soll, schlägt Immobilieninvestoren auf den Magen. Am Dienstag berichtet das Portal anlegen-in-immobilien, ausländische Investoren befänden sich bereits seit 2016 auf dem Rückzug aus dem deutschen Immobilienmarkt.  

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