Corona bietet Chancen für Mieter auf Wohnungssuche

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Die Coronakrise stellt Mieter und Wohnungssuchende, jedoch besonders Vermieter und Makler vor völlig neue Tatsachen. Waren Massenbesichtigungen vor der Coronakrise noch üblich, existieren aktuell widersprüchliche Interpretationen, ob überhaupt noch (Einzel-!)Besichtigungen für Mietobjekte durchgeführt werden dürfen und sollten. Etablierte Prozesse stehen jetzt auf dem Prüfstand. Makler steigen auf Videobesichtigungen um. Sind Sie jetzt auf Wohnungssuche? Durch die Konfusion im Mietmarkt ergeben sich gerade vielfältige Chancen, die Mieter nutzen können, um genau jetzt Ihre Traumwohnung zu finden.

  • Weniger Wohnungssuchende unterwegs auf dem Mietmarkt.
  • Neue Präferenzen von Vermieter bei der Mieterauswahl.
  • Mieter können ihre Chancen auf den Zuschlag für die Mietwohnung durch die Coronakrise selbständig steigern.
  • Infektionsrisiko macht Besichtigungen komplizierter, flexible Interessenten erhöhen ihre Chancen, die Wohnung zu bekommen.
  • Krisensituation macht Vermieter empfänglicher für Verhandlungen.
  • Konfusion im Mietmarkt: Eigentümer suchen häufiger selbst nach Mietern. Sie lassen sich leichter beeinflussen. 


Coronakrise: Sinkende Nachfrage nach Mietwohnungen schafft Chancen für Mieter, die vor der Krise Probleme hatten, Wohnungen zu bekommen

Im Wohnungsmarkt lässt hat Nachfrage nach Mietwohnungen aktuell spürbar nachgelassen. Verständlich. Wer jetzt nicht unbedingt umziehen muss, schiebt die Entscheidung lieber auf und wartet erst einmal ab. Dabei bleibt das Wohnungsangebot für Immobilien zur Miete jedoch gleich.  Immobilienscout24 schreibt in einem FAQ zum Coronavirus, das Angebot an Mietwohnungen sei im Zuge der Coronakrise nicht geschrumpft. 

Der Ratgeber für Wohnungssuche und Wohnungsbewerbung

Diese heikle Situation entwickelt sich zum Vorteil für Mietinteressenten, die vor der Krise Probleme hatten, eine Wohnung zu bekommen. Bricht ein Teil der Nachfrage weg, während das Angebot gleich bleibt, haben Vermieter und Anbieter plötzlich weniger Auswahlmöglichkeiten bei der Wohnungsvergabe.

Coronavirus & Rezessionsangst: Helden des Alltags bevorzugt! – Krisensicherer Arbeitsplatz öffnet Mietern jetzt die Türen bei der Wohnungssuche

Deutschland droht eine Rezession. Tausende Arbeitsplätze sind in Gefahr, auch Vermieter fürchten sich vor Mietausfällen: Erst kürzlich hat die Bundesregierung Notfallmaßnahmen für Mieter verabschiedet: Mieter dürfen Mietzahlungen einbehalten, wenn sie Verdienstausfälle erleiden oder ihren Arbeitsplatz verlieren. Rücken Sie Ihren krisensicheren Arbeitsplatz in den Fokus der Suche und es öffnen sich bisher verschlossene Türen!  Arbeiten Sie beispielsweise im medizinischen Bereich, sind Sie Supermarktkassierer(in), bei der Stadtreinigung oder sind Sie ein anderer „Held des Alltags“? Diese Arbeitsplätze gelten jetzt als sicher, vielleicht werden Sie den Bankmitarbeiter oder den Unternehmensberater im Vergabeverfahren ausstechen! Trauen Sie sich, nutzen Sie jetzt Ihre Chance! 

Coronavirus: Wohnungsbesichtigung trotz Infektionsgefahr mit COVID-19 erlaubt? Ihre Chance als flexibler Mietinteressent

Trotz Ausgangsbeschränkung oder Kontaktsperre seien bislang in den meisten Bundesländern Wohnungsbesichtigungen erlaubt, die mit höchstens zwei Personen durchgeführt werden. Dies schreibt der Maklerverband IVD im FAQ zur Coronakrise. Somit darf ein Makler oder ein Vermieter mit einer weiteren Person grundsätzlich besichtigen. Definitiv verboten, aufgrund des Versammlungsverbots, seien Massenbesichtigungen. Der Maklerverband weißt auf die besonders strengen Regelungen im Bundesland Bayern hin, hier seien Besichtigungen nur ausnahmsweise erlaubt, wenn Leerstand (Sicht des Vermieters) oder Wohnungslosigkeit (Sicht des Mieters) droht. 

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Aufgrund der uneinheitlichen und undurchsichtigen Situation versuchen sich viele Makler an virtuellen Besichtigungen und vermeiden persönliche Termine so gut wie möglich. Die virtuelle Besichtigung ist jedoch nur bedingt als Ersatz für die persönliche Besichtigung zu werten: Bei einer für den Mieter derart wichtigen Entscheidung, wie das Mieten einer neuen Wohnung, zeigen sich Interessenten jedoch oft unsicher: Mieter wollen das Objekt persönlich „spüren“ und die Atomsphäre der Immobilien „erfahren“. Nur dann sind sie sich sicher…

Dadurch gerät der Prozess der Vermietung aktuell abermals ins Stocken: Zeigen Sie sich als Mieter dagegen flexibel und gehen Sie das Risiko ein die Wohnung „ungesehen“ zu mieten, legen Sie die Hürde den Zuschlag für die Wohnung zu bekommen tiefer. Ihre Chance, für die Wohnung als Mieter ausgewählt zu werden, steigt!

Verhandlungserfolge bei der Wohnungssuche werden durch Corona wahrscheinlicher

Zudem werden sich Vermieter und Makler vor dem Hintergrund der Krise und des drohenden Leerstands eher auf Verhandlungen mit ihrem künftigen Mieter einlassen. Sieht der Vermieter eine Mindestmietdauer vor? Wenn Sie die Wohnung schon nicht persönlich in Augenschein nehmen, könnten Sie mit dem Anbieter sprechen, ob er den Vertrag in einen Mietvertrag mit dreimonatiger Kündigungsfrist umwandeln wird. Private Eigentümer sollten sich in der gegenwärtigen Situation flexibel zeigen – zumindest deutlich flexibler, als vor Corona.

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Private Eigentümer sind in der Coronakrise leichter „zu knacken“

Private Eigentümer sehen sich häufig an Vorschriften weniger gebunden, als professionelle Anbieter von Wohnungen wie Maklerunternehmen oder Hausverwaltungen. Während Makler mit der Abbildung der neuen Prozesse kämpfen, nehmen private Eigentümer in der Coronakrise die Vermarktung ihrer Wohnung gerne selbst in die Hand – insbesondere zeigen sich die Vermieter besonders flexibel, die durch die Coronakrise selbst in Finanznot geraten (sind) – beispielsweise durch Leerstand der Wohnung. Hier können Mieter auf Wohnungssuche ansetzen und in der Krise die Traumimmobilie ergattern. Private Eigentümer haben zudem weniger Erfahrung bei der Mietersuche, bei Vertragsverhandlungen und fallen bei freundlich adressierten Interessenbegehren leichter um. Verfügen Sie nicht über die Kaution von drei Kaltmieten? Vielleicht lässt sich der Eigentümer auf die Hälfte ein (davon hätte ein qualifizierter Makler normalerweise VEHEMEHT abgeraten) oder er akzeptiert eine Bankbürgschaft. Suchen Sie ihre Chancen bei der Wohnungssuche jetzt, sie werden sie finden. 

Die Coronakrise bietet übrigens nicht allein bei der Wohnungssuche, sondern im Ganzen betrachtet, viele Chancen und Ansatzpunkte, um erfolgreich zu werden.

Wohnungssuche zu Corona-Zeiten: Freundliche Hartnäckigkeit zahlt sich in der Coronakrise für Mieter auf Wohnungssuche aus

Durch die Konfusion, die die Krise bei Vermietern, Hausverwaltern und Maklern mit sich bringt, gewinnen die Mietinteressenten, die „dranbleiben“. Anbieter kämpfen mit neuen Strukturen, Personalmangel, vielleicht auch Verdienstausfällen – jede Menge Gründe, warum Ihr Anliegen ungewollt in Vergessenheit geraten könnte. Rufen Sie in dieser Zeit auf jeden Fall einmal zu viel an, als einmal zu wenig. Schreiben Sie eine zweite oder dritte Email. Bleiben Sie dabei unbedingt freundlich. 

Auswirkungen der Coronakrise: Risiken für Immobilien steigen, langfristige Entwicklung der Immobilienpreise ungewiss